FERRUM Scon - das Granulat zur Gasreinigung

Altes Problem mit neuem Lösungsansatz


Die Biogasreinigung nimmt einen immer größeren Stellenwert für die effiziente Biogasproduktion ein.

 

Die Anforderungen an die Gasqualität steigen. Zum einen aufgrund der zunehmend flexiblen Fahrweise der BHKW und zum anderen erfordern verminderte Emmissionsgrenzwerte für Biogas-BHKW und garantierelevante Vorgaben der BHKW-Hersteller eine zweite oder sogar dritte Entschwefelungsstufe.

 

Für den Verfahrensbereich der Feinentschwefelung wurden in der bisherigen Praxis überwiegend Aktivkohlefilter eingesetzt. Der Nachteil der Aktivkohle ist die teure Entsorgung. Beladene Aktivkohle darf nicht als Dünger bzw. Bodenverbesserer ausgebracht werden und muss als Gefahrgut kostenintensiv entsorgt werden.

 

FERRUM Scon-Produkte

 

Die FERRUM Scon-Produkte zur Gasreinigung bieten eine hoch effiziente und kostengünstige Alternative zu Aktivkohle und können in nahezu allen marktüblichen Filtersystemen eingesetzt werden. Die drei verschiedenen Korngrößen von FERRUM Scon sind an die technologischen Vorgaben angepasst.

In Verbindung mit einer hohen Porosität gewährleisten die Produkte von FERRUM Scon hohe Beladungsraten für Schwefelwasserstoff bei geringem Druckverlust in der Gasstrecke.

Eliminierung von Schwefelwasserstoff aus Biogas


Wie funktioniert FERRUM Scon?

 

Die Abscheidung von Schwefelwasserstoff  aus Biogas durch FERRUM Scon erfolgt in zwei Schritten:

  1. Reaktion des Schwefelwasserstoff s mit FERRUM Scon
    2 Fe(OH)3 + 3 H2S → Fe2S3 + 6 H2O
  2. Regeneration des FERRUM Scon-Granulates durch die dosierte Zugabe von Luft
    Fe2S3 + 1,5 O2 + 3 H2O → 2 Fe(OH)3 + 3 S

 

Beide Reaktionen verlaufen exotherm. Um eine unkontrollierte Regeneration und die damit verbundene starke Erwärmung der Granulate, bei plötzlichem Eintrag von Sauerstoff zu vermeiden, ist eine kontinuierliche Luft- bzw. Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten.

 

Eine gewisse Gasfeuchtigkeit ist sowohl für den Prozess der Absorption als auch für die Regenerationsprozesse von FERRUM Scon notwendig.

Einsatzbedingungen für FERRUM Scon-Produkte

 

Schwefelwasserstoffkonzentration im Rohbiogas bis max. 15.000 ppm
Schütthöhe der Gasreinigungsmasse > 0,5 m bis max. ca. 12 m
Druckverlust in der Filterschüttung 1 bis ca. 15 mbar (abhängig von Schütthöhe,
Körnung und Anströmgeschwindigkeit)
Druckbereich drucklos bis ca. 25 bar Überdruck
Verweilzeit des Biogases im Filter > 20 Sek.
Strömungsgeschwindigkeit des Gases im Filter < 15 m/Min. (0,25 m/Sek.)
Relative Gasfeuchte

60-80 % optimal für FERRUM Scon

50-60 %  für FERRUM Scon D (Minimum 30 %)

Feuchtigkeitsgehalt in den Pellets > 5 %, optimal 10–15 %
Notwendige Sauerstoffmenge zur Regeneration

Mindestens 2-4-facher stöchiometrischer Überschuss.

Empfehlung: 0,2-0,4 % Sauerstoff im Biogas

 

 


Entschwefelungssystem

Kaskaden-Konzept eines wirkungsvollen und flexiblen Entschwefelungssystems:

  1. Mengenangepasste Dosierung von BC.ATOX Scon oder BC.ATOX fl üssig direkt mit der Fütterung in den Fermenter
  2. Verteilungsoptimierte Dosierung von Luft/Sauerstoff  in den Kopfraum der Behälter (Vorsicht: Korrosionsgefahr)
  3. FERRUM Scon-Granulat in den Filter vor dem BHKW bzw. vor der Gasaufbereitung
 

Vorzüge durch FERRUM Scon-Einsatz

  • Kostengünstige Alternative zu allen hochwertigen Aktivkohle-Produkten
  • Hohe Beladungsraten aufgrund selektiver Reinigung
  • Einfache Handhabung
  • Hohe Flexibilität bei spezifischen technologischen Anforderungen durch verschiedene Korngrößen (z. B. Vorgaben zum Druckverlust)
  • Einordnung als Dünger nach DümV
      - Kann dem Gärrest zugesetzt werden
      - Keine Entsorgungskosten
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